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Jubiläen

 
Feierliche Eröffnung der Österreich-Bibliothek Iasi

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Zur Eröffnung selber sprachen der Rektor der Alexandru Ioan Cuza Universität in Iasi, Prof. Dr. Vasile Isan, Botschafter Dr. Emil Brix, Leiter der Kulturpolitischen Sektion des BMeiA, Dr. Martin Eichtinger, Botschafter der Republik Österreich in Rumänien, Prof. Dr. Rudolf Gräf, Prorektor der Babes – Bolyai Universität, Leiter der Österreichbibliothek. Sektionschefin Dr. Elisabeth Freismuth, vom Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung überreichte einen Scheck für Buchspenden in der Höhe von EURO 1 500.-.

Prof. Dr. Sigurd Scheichl von der Universität Innsbruck hielt einen Vortrag über den kulturellen Kanon Österreichs. Sodann folgten Ansprachen des Metropoliten von Iaºi, Teofan und des Bischofs der römisch-katholischen Diözese in Iaºi, Petru Gherghel im Vorfeld einer kurzen Präsentation des Buches „Der Möch in mir“ durch den Autor Prof. Dr. Heinz Nußbaumer, das im hiesigen Universitätsverlag in rumänischer Sprache erschienen ist. Dem wissenschaftliche Leiter der Österreich-Bibliothek Iasi, Prof. Ciorba Hosie (vorm. rumänischer Botschafter in Wien), und der Österreichlektorin an der Universität, Mag. Elisabeth Berger, ist die sehr gelungene und gut besuchte Eröffnung zu verdanken.

Im zweiten Teil der Veranstaltung konnten die Räumlichkeit der Bibliothek selbst besichtigt werden: Diese bestehen aus zwei etwa gleich großen Sälen, in einem Saal sind die inzwischen gut gefüllten Bücherregale untergebracht und im zweiten Raum befinden sich drei Arbeitsplätze und weitere Regale, wodurch räumlich ein gewisses Erweiterungspotential für die Bibliotheksbestände gegeben ist. Zusätzlich steht der Bibliothek ein großer Veranstaltungsraum zur Verfügung, der gemeinsam mit dem Zentrum für Europäische Studien und dem Zentrum für Jüdische Studien genützt werden kann.

Die Philologische Fakultät wird darüber hinaus auch Lehrveranstaltungen in diesem Raum abhalten. Der Einrichtung und Ausstattung der Bibliotheksräumlichkeiten, die in enger Zusammenarbeit zwischen RR Dollinger und Lektorin Mag. Elisabeth Berger abgewickelt wurde und bei der auch wegen der Verringerung der Budgetmittel des BMeiA für Kultur einige Improvisation notwendig geworden war, wirken sehr einladend. Die räumlichen Gegebenheiten legen nahe, dass dieses fachlich multifunktionelle Gebäude (Österreichbibliothek und zwei Universitätsinstitute sowie Nutzung als Vorlesungsraum) von vielen Personen aus dem geisteswissenschaftlichen Bereich genutzt wird und es bietet damit die Chance, neben jenen Nutzern, die aus dem germanistischen Bereich kommen, auch ein vielschichtiges Publikum anzuziehen.

Zusätzlich wäre noch zu erwähnen, dass sich das Französische und das Deutsche Kulturzentrum in unmittelbarer Nachbarschaft befinden. Beide Direktoren wurden auf Initiative des Kulturforums zur Eröffnung und zum anschließenden Festessen geladen. Die Möglichkeit von gemeinsamen Veranstaltungen wurde bereits am Eröffnungsabend angesprochen. Die Österreich-Bibliothek Iasi könnte für die Botschaft und das Kulturforum ein wichtiges Zentrum des Dialoges in einer Stadt mit einer reichen kulturellen Vergangenheit und einem zum Großteil verschütteten jüdischen intellektuellen Erbe werden.

Iasi zählt mit etwa 400 000 Einwohnern zu den größten Städten in Rumänien und seine Universität ist die älteste des Landes. Das kulturelle Leben ist noch nicht vollständig wiedererwacht und wenn es gelingt, den Jassyern interessante Veranstaltungen zu bieten, könnte sich die Österreich-Bibliothek zu einem wichtigen Kulturzentrum entwickeln. Angesichts des rückgängigen Interesses an germanistischen Studien sollte man sich den Zeichen der Zeit stellen und sich bemühen, ein junges geistes- und kulturwissenschaftlich interessiertes Publikum unabhängig von den germanistischen Studien anzuziehen. Die neue Österreich-Bibliothek Iasi könnte dazu beitragen, Studenten, junge Wissenschaftler und kulturell Interessierte für ein persönliches Engagement in ihr kulturelles Umfeld zu gewinnen.

Kulturrätin Mag. Karin Cervenka


 
Weiterführende Informationen:
 
Downloads:
Pressemeldung zur Bücherspende des öst. Wissenschaftsministeriums


 
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